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Produktion – Finanzierung – Verarbeitung – Vermarktung – farip fördert seit zehn Jahren mit einem langfristigen Blick Innovationsprozesse im ländlichen Afrika, damit Bauernfamilien und Kleinunternehmen ihr Einkommen verbessern und damit zur Dorfentwicklung beitragen.


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Faire Kleinkredite sind ein mächtiger Hebel für die Entwicklung: In den zehn Jahren, in denen farip im südlichen Hochland von Tansania viele Ideen der lokalen Bevölkerung unterstützt, hat sich der Mechanismus der Baum-gesicherten Kredite versuchsweise bewährt. Doch es wird noch dauern, bis lokale Banken in Tansania das Potenzial der Baum-gesicherten Kredite TCRD erkennen und erste Kredite sprechen. Um die Tauglichkeit des TCRD-Vorgehens in Magunguli zu demonstrieren, möchte farip bis zu 50 weiteren Bauernfamilien die Chance geben, zu zeigen, dass dieser Mechanismus funktioniert. So spielt farip zum vierten Mal die Rolle der »Bank« und stellt Bauernfamilien in Magunguli Kreditpakete in der Höhe von je 2.5 Mio Tansanische Schilling in Aussicht. Dazu addiert sich noch ein Betrag, um vor Ort mit Coaching und Ausbildung der Forstwarte die Organisation GRACOMA rund um TCRD aufzubauen, so kommt ein Jubiläums-Kreditpaket auf 1’000.- CHF zu stehen.

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10 JAHRE FARIP

2026-07-02. Vor 10 Jahren wurde farip als Stiftung gegründet. „Es war vermutlich vor 25 Jahren,“ blickt farip-Geschäftsführer Ueli Scheuermeier zurück, „als ich zum ersten Mal Bahat Tweve im Büro von Mama Nyanzali traf, der Leiterin des Beratungsdienstes des Distrikts. Ich war damals Konsulent für IFAD, International Fund for Agriculture Development, in Mafinga im Hochland von Tansania. Mama Nyanzali stellte mich dem «Mkulima Shushushu» vor, das heisst Bauernspion. Bauernspion? Ja, Bahat hat als ausgezeichneter Bauer und erfahrener Händler für die Bauern in der Stadt «ausspioniert», was man dort für den Mais bekommt, wenn man nur hart genug feilschte. Aha, ein Insider dieser komplexen Ketten vom Feld bis auf die Teller in den Städten? Wir gerieten sodann rasch mit Bauern und Händlern in Kenya und Uganda in einen Austausch und lernten eine Menge. Innert Kürze diskutierten sie nur noch über Vermarktung. «Produzieren können wir, aber warum sollten wir Überschüsse erarbeiten, wenn wir dafür fast nichts bekommen?» Bahat war der Praktiker, der immer wieder darauf hinwies, dass es ohne Projekt einer «Entwicklungsagentur» gehen muss. So wunderte es mich nicht, dass mich Bahat nach etlichen Jahren beiseite nahm und sagte: «Wir wollen jetzt mit diesen Projekten aufhören, wir wollen keine Almosenempfänger sein!» Das war der Startpunkt für farip.

Stiftungsratspräsident Peter Reinhard: Ja, was unterscheidet uns eigentlich von klassischen Hilfswerken? Wir verstehen uns nicht als Helfer, sondern als Geschäftspartner auf Augenhöhe. Wir unterstützen Ideen, die von Initiantinnen und Initianten an uns herangetragen werden. Gemeinsam prüfen wir Chancen, Risiken und Entwicklungsmöglichkeiten. Wir gewähren Risikodarlehen für die Erprobung der Geschäftsideen. À-fonds-perdu-Beiträge sprechen wir nur für Vorbereitungsarbeiten. Verantwortung und Eigeninitiative stehen im Zentrum. Scheitern gehört für uns dazu, es ist Teil des Lern- und Entwicklungsprozesses. Wir richten unser Augenmerk auf die Vermarktung der Produkte, denn nur wer seine Produkte verkaufen kann, hat die Chance, langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Ergänzend bieten wir Coaching in betriebswirtschaftlichen Fragen und begleiten unsere Partner beim Aufbau dauerhafter Strukturen zur Verbesserung der Einkommen von Bauernfamilien und zur Stärkung der Dorfentwicklung.

..über das 10-jährige Jubiläum von farip..


AUSBILDUNG VON FORTSTWARTEN „WATUNZA MISITU“

„Watunza Misitu“ heissen die Forstwarte im südlichen Tansania. Sie stammen aus dem Dorf und haben die Aufgabe der Registrierung und Kontrolle der Baumparzellen, die als Kreditsicherheit eingesetzt werden. Ragpa Tweve, der erste Forstwart «Mtunza Misitu» in Magunguli sagt: «Wir müssen dringend zusätzliche Watunza ausbilden, damit sie für weitere Bauernfamilien in den Nachbardörfern die Baumparzellen registrieren und monitoren können». Der Mechanismus der Baum-gesicherten Produktionskredite findet zusehends Interesse. farip unterstützt nun die erste Forstwart-Ausbildung mit einer Anschubfinanzierung von 12’000.- CHF.

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WIE BAUERNFAMILIEN RISIKOARME KREDIT-MECHANISMEN ERFINDEN

„Wir könnten doppelt so viel produzieren, wenn wir faire Kredite erhielten“, sagt Suzanna Mfikwa. Faktisch gibt es aber keine Kredite, weil die Banken Grund und Boden als Sicherheit verlangen. Darum experimentieren initiative Bauernfamilien im südlichen Hochland von Tansania mit neuartigen Kredit-Sicherheiten: Wachsende Baumbestände anstelle ganzer Parzellen. Nach zwei gelungenen Prototyp-Kreditrunden auf Dorf-Niveau läuft jetzt die dritte Runde. Dieses bahnbrechende Konzept präsentierte farip am 27./28. Februar am „International Cooperation Forum 2025“ in Zürich.

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WIE SCOUTING IDEEN ZUR REIFE BRINGT

Wie funktioniert Scouting? Wie verläuft der Weg von der Idee zum Experimentieren? Wie entsteht aus einer interessanten Idee im ländlichen Afrika ein erfolgreiches Kleinunternehmen? Es braucht das Auskundschaften! farip ist genau darauf spezialisiert, auf das «Scouting»: Wir greifen Ideen auf, welche initiative Leute im ländlichen Tansania an uns herantragen. farip hakt nach und hinterfragt: Wer sind die Leute, die das anpacken wollen, wie organisieren sie sich? Welche technischen Versuche können zeigen, ob die Idee machbar ist? Und wo ist der Markt für die Produkte?

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WO FARIP AKTIV IST

farip konzentriert sich zur Zeit auf das südliche Hochland in Tansania um Makambako und Magunguli sowie auf Collection Points – Sammellager, wohin die Bauernfamilien ihre Produkte bringen – entlang der Strecke, die der Cargo-Service nach Daressalam befährt, auf Msowero und Morogoro. In Daressalam ist die Vermarktung der «Vijikweli»-Produkte, was «wirklich vom Dorf» heisst, an die städtische Bevölkerung im Fokus.

Wo ist farip aktiv?

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Updated 2026-07-02